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5 km südöstlich der Müritz, am Rande des Nationalparks liegt das kleine, ursprünglich slawische Dorf Retzow. Das Gut war ursprünglich ein jahrhundertealter Besitz der Familie v. Kerkberg. 1787 kam die Familie v. Hammerstein in den Besitz von Retzow, die auch um 1800 das bis heute in seiner reinen klassizistischen Art unverbaut gebliebene Herrenhaus errichten ließ. Der schlossähnliche Landsitz ist ein breit gelagerter Putzbau von 17 Achsen. Der Mittelrisalit mit den toskanischen Säulen trägt einen Dreiecksgiebel. Davor eine Freitreppe und herrschaftliche Auffahrt. Zum Garten ist die Mittelachse durch Pilaster betont, und eine Freitreppe führt in den heute verwilderten Park.

Das Schloss wird durch den Marstall und das Kavaliershaus flankiert und bildet so einen U-förmigen Grundriss. Ein ca. 7 ha großer englischer Landschaftspark schließt das Anwesen nach Süden ab.

Schon vor dem Zweiten Weltkrieg wurde Retzow von der Luftwaffe übernommen und das Herrenhaus wegen der Nachbarschaft zur Luftwaffenerprobungsstelle Rechlin als Lehranstalt der deutschen Luftfahrt betrieben. Nach dem Krieg diente es Flüchtlingen aus den deutschen Ostgebieten als vorläufige Unterkunft. Von 1951 bis 1994 wurde es als Altenheim genutzt. Seitdem stand es leer.

2012 hat es der dänische Geschäftsmann Lars Fogh erworben und behutsam in hoher Qualität restauriert.